Die Verbreitung von Müll ist nicht auf menschliche Rücksichtslosigkeit zurückzuführen. Vielmehr ist es die Isolation der Menschen, die sie begünstigt. Der Einzelne denkt: „Wozu der Aufwand?“ Er ist der Einzige, der glaubt, dass es niemanden kümmert. Dieses Gefühl wird in unseren Kulturen auf urtümliche Weise geheilt. Hier erfahren Sie mehr?
Sichtbarkeit ist der erste Schritt. Selbst eine Stunde später fegen die Anwohner noch die Straße, wie in der Szene zu sehen ist. So sehen auch Passanten, dass es einen Ort zum Aufräumen gibt – ein Gedanke, der eher durch Worte als durch Worte vermittelt wird: „Jemand sieht zu. Jemand kümmert sich.“
Gemeinschaftliche Aufräumaktionen sind zwischenmenschlich und daher wirkungsvoll. Die Menschen unterhalten sich. Sie lachen. Jemand bringt Kaffee. Ein anderer beklagt sich über etwas Seltsames, das er je gehört hat: einen Schuh ohne Partner. Ein Löffel dreht sich in einem Anflug von Erkenntnis. Der übliche Stolz ist der jeweiligen Aufgabe geschuldet.
Es ist die Beständigkeit, die zählt, nicht die Menge. Dieser große Gewinner unter den jährlichen Veranstaltungen findet einmal im Monat statt. Das Gefühl der Verantwortung entsteht durch das Erscheinen bekannter Gesichter. „Hey, das haben wir letzte Woche schon gewaschen.“ Es gibt keine bedrohlichen Müllberge mehr.
Kinder spielen eine besondere Rolle. Gibt man ihnen eine Aufgabe und Handschuhe, nehmen sie die Sache ernst. Sehr ernst. Sie schämen sich nicht und sind nicht wütend, den Erwachsenen zu zeigen, wo der Müll liegt. Es sind einfach Fakten. Schulgruppen bilden sich schneller. Kinder entwickeln Gewohnheiten. Erwachsene fühlen sich beobachtet.
Haushaltsunternehmen tun nicht so wenig, wie sie denken. Ein Mülleimer vor dem Laden. Ein kurzer Runterkehren nach Ladenschluss. Unaufdringliche, unaufdringliche Maßnahmen. Kunden folgen diesen Hinweisen. Ein sauberer Eingangsbereich fördert sauberes Handeln.
Kommunikation sorgt für Kontinuität. Nicht Flyer im Briefkasten. Gespräche. WhatsApp-Gruppen. Kreidebotschaften auf dem Bürgersteig. „Ich war froh, dass du nicht getreten hast.“ Lob ist besser als Kritik.
Es gibt auch informelle Nachbarschaftswächter. Hundebesitzer. Jogger. Senioren – Zeit und ein Auge. Sie halten keine Vorträge. Sie leben Verhalten vor. Die Tatsache, dass es sich um ein Stück Müll handeln muss, das aufgesammelt wird und die anderen die Veränderungen beobachten können, verändert die Normen in der Umwelt innerhalb kürzester Zeit.
Kunst hilft ebenfalls. Wandmalereien. Bemalte Mülltonnen. Farbe durchbricht die Monotonie. Nur der Müll selbst steht im Widerspruch zur Schönheit. In einer sauberen Umgebung kümmern sich die Menschen nicht darum, hässliche Gegenstände zu entsorgen.
Die Unterstützung der lokalen Behörden ist wichtig. Zuverlässige Abholung. Genügend Mülltonnen. Klare Regeln. Der Mensch kann nicht alles allein schaffen. Hindernisse lassen sich durch Zusammenarbeit überwinden.
Ein Anwohner erzählte mir, dass er aufgehört habe, Müll wegzuwerfen, weil sein Nachbar ihm jeden Morgen zuwinkte. Das ist die Magie der Gemeinschaft. Verhalten lässt sich nicht durch Beziehungen ändern, wie es Bußgelder bewirken.
Der Kampf gegen den Müll ist keine heroische Aufgabe, die durch Zusammenarbeit bewältigt werden muss. Es ist eine alltägliche Aufgabe. Kleine, wiederkehrende Dinge. Ein Nicken. Eine Tüte. Zehn Minuten. Die Straßen brauchen keine Renovierung. Sie müssen denen gehören, die im Kreis herumgehen.
Die glücklichen Orte entstehen durch gemeinschaftliches Handeln und nicht allein durch Gewissen. Das ist kein Unsinn, sondern weltweit gültig.